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Halde54 Johanngeorgenstadt

Objektdetails

Auftraggeber
WISMUT GmbH, Projektträger Altstandorte

Planung des Objektes Halde und Betriebsfläche Schacht 54 Johanngeorgenstadt / Sachsen

Projektziel

Im Standortsanierungskonzept Johanngeorgenstadt wurde die Sanierung der Halde 54 aufgrund der festgestellten radiologischen Belastungen der nordöstlich Haldenböschungen und hinsichtlich geotechnischer Relevanz im südöstlichen Böschungsbereich als vordringlich eingestuft.

Das Sanierungsobjekt Halde 54 umfasst das östliche Haldenareal und beinhaltet eine Planungsgebietsgrenze von ca. 14 ha. Die Halde ist nahezu allseitig von Siedlungsgebieten in geringer Entfernung eingeschlossen. Im Bereich der Heimbergsiedlung wurden deutlich erhöhte Radonkonzentrationen in der bodennahen Atmosphäre festgestellt.

Im nordöstlichen Haldenbereich weisen die Böschungen eine Neigung von 1:2 (untere Böschungen) und 1:3,5 (obere Böschungen) bei 20 m bis 60 m Länge. Hier konnte eine ausreichend langzeitliche Standsicherheit nachgewiesen werden, es erfolgte lediglich der Auftrag einer Abdeckung. Im südöstlichen Teil waren die 60 m bis 83 m langen Böschungen vergleichsweise steil geneigt (1:1,2 – 1:1,5), so dass hier eine Abflachung notwendig war. Es erfolgte eine Abflachung auf ≤ 1:2,5. Diese erfolgte in einer Kombination aus Abtrag und Vorschüttung. Zwischen den Teilböschungen wurden Bermen mit mind. 5 m Rohbreite konzipiert.
Die im Böschungsbereich abgetragenen Massen wurden auf dem Haldenplateau im Bereich der ehem. Kläranlage eingebaut. Auf den Böschungen und Bermen erfolgte die Abdeckung mit 1,0 m mineralischem Erdstoffe, die Einbauareale auf der Halde wurden mit 0,5 m abgedeckt.
Auf der Abdeckung erfolgten abschließend der Wasser- und Wegebau.

Ein Planungsschwerpunkt lag auf der Geländeabfangung hinter am Haldenfuß befindlichen Garagen. Dies erfolgte mit 3,0 m hohen Winkelstützen auf einer Länge von ca. 22 m. Zu berücksichtigen war hierbei einerseits die Möglichkeit der Ableitung von hinter der Stützwand gefasstem Sickerwasser und andererseits die Vermeidung des Austrittes von Radon durch die Sickerwasserableitungselemente. Der Einklang der Anforderungen erfolgte mit der Ausbildung der Ableitung als Siphon.
Ein weiterer Planungsschwerpunkt bestand in der Fassung und Ableitung von Sickerwässern und Oberflächenwässern in einem neuen System mit Anschluss an die vorhandene Infrastruktur.

Projektleistungen:

  • Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung
  • Sonderbauwerk Stützmauer
  • Planung von Fahr- und Wirtschaftswegen einschl. der Haldenabdeckung am Haldenfuß und auf den Bermen mit einer Gesamtlänge von 1.530 m
  • Gerinneplanung zur Oberflächenwasserableitung auf den Bermen und Ableitung über die Böschungen mittels Raubettrinnen zum Kanalsammelschacht auf einer Länge von 1.730 m
  • Kanalplanung auf einer Länge von ca. 170 m, davon ca. 90 m in der Straße
  • Planung Erosionsschutz, Begrünungsmaßnahmen
  • Erstellung Qualitätssicherungsprogramm
  • Kostenberechnung
  • Standsicherheitsberechnungen Böschungen
  • hydraulische Berechnungen
  • Baugrundbewertung
  • Örtliche Bauüberwachung