Dammhalde Trockenbecken
Objektdetails
Auftraggeber
Sächsisches
Oberbergamt
Kirchgasse 11
09599 Freiberg
Leistungen
- Objektplanung Ingenieurbauwerke
- Materialumlagerungskonzept
- Bodenschutzfachliche Bewertung
- Standsicherheitsberechnungen
- Planung und Bemessung Regenrückhaltebecken
- Kostenberechnung
- Vermessung
- LPB, Kartierung, AFB
Planung des Objektes Dammhalde Trockenbecken Johanngeorgenstadt / Sachsen
Beschreibung der Maßnahme zur Sicherung und Verwahrung
Das Sanierungsobjekt Dammhalde umfasst den Ortsteil Steigerdorf und die westlich davon befindlichen Halden- und Tailingsablagerungen der Dammhalde sowie der IAA J1 und beinhaltet eine Planungsgebietsgrenze von 29,2 ha. Der Abstand des Ostrandes des Haldenfußes zur Wohnbebauung der Wohnsiedlung Steigerdorf beträgt nur wenige Meter. Die eingespülten Tailingsmaterialien wurden in den 90er Jahren mit abgetragenen Haldenmassen überdeckt. Eine Reduktion der teilweise erheblichen Strahlenexposition für die Bevölkerung und die Beseitigung der festgestellten geotechnischen Instabilitäten ist erforderlich.
Im Zuge der Sanierung erfolgte eine Abflachung der Haldenböschungen auf eine Neigung 1:2 bzw. 1:2,5. Die sich ergebenden Böschungslängen bewegen sich zwischen 20 m und 40 m. Zwischen den Teilböschungen wurden Bermen mit 5 m Rohbreite konzipiert.
Die im Böschungsbereich abgetragenen Massen wurden auf dem Haldenplateau in eine auf die Materialumfänge ausgelegte Kontur mit Oberflächengefällen von 2 % bis 5 % eingebaut.
Auf den Böschungen, Bermen und dem Haldenplateau erfolgte entsprechend der radiologischen Erfordernisse bzw. der Neigungsbedingungen der Auftrag einer mineralischen Abdeckung mit 0,5 m bis 1,5 m Mächtigkeit. Auf der Abdeckung erfolgten abschließend der Wasser- und Wegebau.
Besonderes Augenmerk galt der Planung der Gabionenwand am ostseitigen Haldenfuß, die aufgrund der Zurücksetzungen des Haldenfußes erforderlich wurde.
Die Gabionenwand weist eine Länge von 323 m und sichtbare Höhen zwischen 3,0 m und 4,5 m auf. Die Neigung zur Senkrechten beträgt 5,7°. Die Wand ist auf einem Betonfundament gegründet. Dieses ist so ausgeprägt, dass hinter der Gabionenwand anfallendes Sickerwasser gravitativ in den Fußgraben entwässern kann.
Eine weiterer Planungsschwerpunkt lag auf dem Dichtungssporn. Dieser war im Bereich des Dammfußes erforderlich, um eine Radonfreisetzung in Wohngebietsnähe infolge konvektiver Bodenluftströmung in der anstehenden Festgesteins-Verwitterungszone zu verhindern. Der Dichtungssporn aus bindigem Erdstoff wurde mit einer Breite von 1,5 m und einer Einbautiefe bis 2,7 m unter GOK geplant.
Projektbestandteil war auch die Ableitung der Oberflächenwässer in die Vorflut.
Hierzu erfolgte die Planung des Kanalbaus u.a. im Bereich von Privatgrundstücken und öffentlichen Straßen.
Projektleistungen:
- Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung
- Planung Einlagerungsbereich auf Haldenplateau
- Sonderbauwerke Dichtungssporn und Gabionenwand
- Planung von Fahr- und Wirtschaftswegen einschl. der Haldenabdeckung am Haldenfuß und auf den Bermen mit einer Gesamtlänge von 4.100 m
- Gerinneplanung zur Oberflächenwasserableitung auf den Bermen und Ableitung über die Böschungen mittels Raubettrinnen zu den Kanalsammelschächten in einer Länge von 4.000 m
- Kanalplanung einschließlich von 3 Durchörterungen, einer Bahnunterquerung durch Verrohrung und der Einleitung in den Vorfluter Schwarzwasser mit einer Länge von ca. 500 m
- Planung Erosionsschutz, Begrünungsmaßnahmen
- Erstellung Qualitätssicherungsprogramm
- Kostenberechnung
- Standsicherheitsberechnungen Böschungen
- Tragsicherheitsnachweise Gabionenwand
- Hydraulische Berechnungen
- Baugrundbewertung


